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Diskussionsplattform


 

Proposal goal and description

Um politische Problemkomplexe effektiv darstellen und bearbeiten zu können braucht man meiner Meinung nach ein größer skalierten Plattformrahmen. Bevor über eine Lösung abgestimmt werden kann, sollte das Problem und dessen Lösungsvorschläge inkl. Auswirkungen exakt untersucht und aus mehreren Sichten beschrieben und definiert werden. Via einer Pro/Kontra Liste könnten Argumente für oder gegen die Lösungen gesammelt und diskutiert werden. Durch Rückführung von Problemen und Argumenten auf Norm und Wertesysteme lassen sich Konfliktpunkte zwischen "Weltbildern" in ihrer Komplexität darstellen und erklären und tragen somit zu einem besseren Verständnis blablabla...

Hab mal ein paar Ideen und Anregungen gesammelt und unausgegorene Mockups undso erstellt. Vielleicht hilfts ja was.

http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Donnernick/Konzept


/ friedrich1
 

Hi / Donnernick,

schön, von Dir zu hören. Eigentlich wollten wir uns schon eine Weile mit euch Diskussionsplattformpiraten zusammen tun, sind aber irgendwie nie dazu gekommen. Ich fände es auf jeden Fall cool, wenn wir zusammen etwas bauen könnten!

Vieleicht zum Einstieg ein wenig (konstruktive!) Kritik zu Deinem Konzept: Ich finde Du machst es Dir vorne zu schwer und hinten zu einfach ;-)

Zum ersten Teil: Ich glaube der Teil Deines Systems, der sich der Analyse usw. widmet ist ein wenig zu formalisiert. Zumindest ist mir noch nicht klar, was z.B. der Vorteil eines "Info/Quelle" oder "Normen/Werte"-Datensatzes gegenüber einer einfachen Wiki-Seite ist. Im Prinzip willst Du doch nur eine URL anhand derer die Teilnehmer des Systems auf das Konzept verweisen können. Ein gutes Beispiel dafür ist sicherlich "WP:NPOV", also das Neutralitätsgebot der Wikipedia: das war irgendwann mal eine Diskussion und ein Beschluss (bzw. wird es immer wieder), mittlerweile ist es einfach aber hauptsächlich "fixe Konzept-URL".

Wenn Du hier auf eine "Typisierung" verzichtest, vermeidest Du sowohl Typdiskussionen ("Reichtum ist doch kein Wert! Doch! Nein! Doch!") wie Defintionsdiskussionen ("Freiheit heißt doch nicht das jeder tun darf, was er will!" - das mag evtl. noch attraktiv erscheinen, aber ich halte es für fatal ineffektiv jede philosophische Debatte der westlichen Geistesgeschichte in Fülle in einem System nachvollziehen zu wollen).

Ähnliches gilt für "Info/Quelle": auch hier willst Du im Prinzip eine URL (z.B. Ref:GeburtenstatistikDE) auf die Du in Diskussionen verweisen kannst. Wenn es gut läuft: Infovis-Tools. Diesbezüglich wäre es ein cooles Ziel, mit den OpenData-Leuten zusammen zu arbeiten, um möglichst deren Datenquellen und Auswertungen direkt in eine Sachdiskussion einbinden zu können.

Damit bleiben noch grob drei Typen in Deinem Modell: Kategorien, Probleme und Lösungen. Lustigerweise war genau das vor 6 Wochen das Modell von Adhocracy. Leider hat kein Mensch gerafft, wie man damit umgehen soll: Was ist eine Kategorie, was ist ein Thema und was ist ein Vorschlag? Daraufhin habe ich zunächst die Kategorien entfernt (und damit die eigentlich zentralen LiqDdem-Pauschaldelegationen eingebüßt).

Mittlerweile spiele ich sogar mit dem Gedanken, auch die Themen ("Issues") zu killen. Nicht nur, weil viele User den Unterschied immer noch nicht klar kriegen (und sich dann wundern, dass man ihre Themen nicht abstimmen kann) - sondern auch, weil die Trennung das System weniger zugänglich macht. Die User wollen scheinbar einfach eine große Liste von (getaggten) Vorschlägen sehen, die sie entweder mit "Ja" oder "Nein" wegklicken können, oder innerhalb von welchen sie an der Diskussion teilnehmen können.

Die Vorschläge sind es letztlich ja, die die Kernfunktion einer politischen Diskussionsplattform sein sollten: die Entwicklung von Lösungen. Also die strukturierte Formulierung eines gemeinsamen Ziels und der dafür geeigneten Maßnahmen (und deren Alternativen).

Wie das laufen könnte, habe ich z.B. hier mal beschrieben. Was in dem Plan fehlt, sind m.E. wichtige Aspekte zur Integration der Diskussionsplattform: Wie verbindet man das Tool z.B. mit anderen Foren, Wikis, Social Networks etc. Zunehmend glaube ich, dass die Sache um so besser funktionieren wird, je mehr man sich zurücknimmt und "Anderen" Teil-Probleme überlässt: Twitter kann Nachrichten verbreiten, Facebook (ob mans mag oder nicht) Gruppen bilden, phpBB Gelaber auffangen, MediaWiki Wissen sammeln, Blogs Einzelmeinungen bringen.

Bitte nimm diesen Rundumschlag nicht als Beleidigung, sondern als Einladung zur Diskussion: was siehst Du anders? Welche Teile findest Du besonders wichtig; wo würdest/hast Du denn einer Umsetzung anfangen?

Lg, Fr.

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/ Donnernick1
 

Yeah. Danke für die Kritik und Anregungen. So kommt man weiter.

Mit meinem InfoQuelle und NormenWerte Teilen hast du Recht. Das ist eigentlich nichts anderes als eine Wikiseite. Genauso bei den fehlenden Anbindungsmöglichkeiten.

Das zentrale Element: das Navigieren, Darstellen und Verlinken von Problemen und Problemkomplexen zu denen gemeinsam Lösungen gesucht werden können. + Lösungsvorschläge mit Argumenten zu versehen, sollte der Abstimmung und Etablierung auf jeden Fall vorangehen. Erst durch die Verbindung von "Diskussion/Info-Plattform" und "Abstimmungstool" ergibt sich eine effektive Basis für einen Internet-Think-Tank.

Ich finde ein kategorisches visuelles System wie das Blobsystem von Debategraph (dort nicht so gut umgesetzt) das "Politikfelder" leicht darstellen lässt und intuitiv verständlich ist, gut. In Ergänzung mit einer Tagbaren Wikiseite lässt sich da glaub ich einiges rausholen. Im besten Fall bildet sich durch Tags und Querverweise ein Netz aus verwandten Problemen und Lösungskomplexen. Global - lokal skaliert.

Arrghh. muss weg. to be continued...

Gruß D.

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Implementation

Proposals are implemented by including changes towards new or existing norm. Norms are fixed documents that represent the consensus of this instance and can only be changed through a vote. Amend the proposal to change or create a norm.